Sonntag, 17. Juli 2011

Happiness Festival 2011 - Der Anfang von allem


Ich bin zurück! Mein allererstes Festival und das wohl chaotischste Wochenende aller Zeiten liegt hinter mir.

Am Freitag ging's zusammen mit vier Freunden (Dodo, Gabi, Juliana und Amelie) per Zug ab nach Karlsruhe. Dort angekommen lagerten wir erstmal unser Zeug bei einer Freundin Sarah ab, wo wir auch planten zu übernachten. Ohne viel Zeit zu verschwenden machten wir uns auch schon auf die Reise zum Happiness Festival. Ich sage Reise, weil wir dann nochmal 2 Stunden unterwegs waren, bis wir endlich angekommen sind.


Die erste Band, die wir dann gesehen haben waren die Ohrbooten. Sehr gechillt und ein besonders genialer Moment war, als alle lauthals zu Autobahn mitgesungen haben. Wir arbeiteten uns immer weiter vor, haben Gabi, Amelie & Sarah schon irgendwo verloren, bis ich mit Juliana pünktlich zu Emil Bulls in der ersten Reihe stand. Dodo ist währenddessen schon am Pogen gewesen. Die Bulls waren wirklich sowas von geil! Ich habe mir die Seele aus dem Leib gesungen/geschrien und sowas von abgerockt. Anschließend wurde das Publikum wieder etwas weniger und die finnische Band Disco Ensemble betrat die Bühne und konnte voll überzeugen!

Ohrbooten
Disco Ensemble
Nachdem wir uns noch ein bisschen zu meinem Cousin gechillt haben, der ebenfalls da war, machten wir uns wieder auf den Weg zur Bushaltestelle und somit nach Hause zu Sarah. Da fing das ganze Chaos dann auch schon an. Zunächst kamen wir irgendwann um 2 Uhr oder so in Pforzheim an, von da aus fuhren wir mit dem Zug nach Karlsruhe (im Nachheinen frage ich mich obs da nicht auch nen Shuttle direkt nach Karlsruhe gegeben hat?), wo wir dann mit der S-Bahn durch die Gegend fuhren und wegen zahlreicher Baustellen letztendlich in der falschen S-Bahn saßen, kontrolliert wurden, scheinbar falsche Tickets besaßen und somit 40 € aufgebrummt bekamen (das ganze wurde innerhalb der nächsten Tage zum Glück geklärt). Zu dem Zeitpunkt war die Stimmung verständlicherweise im Keller, mit mir konnte man gar nichts mehr anfangen und ich habe Sarah einfach nur gebeten, ihren Onkel anzurufen, welcher uns abholen sollte. Somit saßen wir im Auto und sahen uns währenddessen den Sonnenaufgang an.



Nach 6 Stunden Schlaf sagten Dodo, Gabi, Juliana & ich uns: Nä, das alles machen wir nicht nochmal mit. Wir packten unsere Sachen und machten uns nochmal auf den weiten Weg zum Festival, dieses Mal nicht mit der Absicht, wieder zurück zu kehren. Mein besagter Cousin hat's dann auch glücklicherweise geschafft, uns aufs Festivalgelände zu schmuggeln und uns das Auto seines Kumpels als Übernachtungsmöglichkeit angeboten.

Wir kamen also perfekt zu Bakkushan, sehr sympathische Band und anschließend noch Turbostaat. Vor uns waren so zwei Mädels in der ersten Reihe, die ganz offensichtlich nur wegen Sum 41 da waren (klar, wir ursprünglich auch, aber meine Fresse) und die ohne Witz ihren Kopf auf die Absperrung gelegt haben und halb am Pennen waren. So etwas respektloses habe ich noch nie gesehen. Der Sänger von Turbostaat war von denen sichtlich auch nicht gerade begeistert, wechselte sogar verständnislose Blicke mit meiner Freundin und mir, weswegen wir gerade doppelt so arg abgingen, was uns einen Daumen nach oben von der Band bescherte, haha.

Bakkushan
So, dann kam der Moment auf den ich so lange gewartete habe: Sum 41 betraten die Bühne. Ich bekam schon ne fette Gänsehaut, als sie mit Reason To Believe loslegten, aber danach gab es einfach nur Eskalation pur. Nach gerade einmal 2 Songs hielt ich es nicht mehr aus, da es wirklich heftig zu ging, und ich genoss das Konzert lieber am Rande. Später kamen Dodo und Gabi noch dazu, die sogar von der Security herausgefischt werden mussten und somit das halbe Konzert im Sanitätszelt verbracht haben. Dennoch war der Auftritt einfach nur bombastisch, Juliana durfte sogar auf die Bühne und ich gab ihr meinen Neid auf Dodos Schultern zu Still Waiting Ausdruck :D Später fing es noch an zu regnen, doch das war uns sowas von egal.

Sum 41
Die Nacht verbrachten wir dann im unbequemen Auto und eines ist sicher: Nie wieder auf ein Festival ohne Zelt.