Samstag, 29. August 2015

Musik & Du - Sommerregen


Wir nähern uns immer mehr der Mitternacht, doch draußen ist es noch angenehm warm. Vermutlich das letzte so richtig heiße Sommerwochenende in diesem Jahr. Es ist schade, von allen Jahreszeiten geht der Sommer immer am schnellstens rum. Der Winter fühlt sich hingegen endlos lange an.

Wieder einmal bin ich in diesem Monat etwas spät dran bei Maribels Musik & Du. Das Thema in diesem Monat war aber auch etwas schwieriger.

Mit welchem Lied tanzt du durch den Sommerregen?

 

Kleine Beichte vorab: Schande über mein Haupt, aber ich habe noch nie im Regen getanzt. Irgendwie schade, wenn ich so darüber nachdenke. Sommerregen sind eigentlich was tolles. Ich liebe die abgekühlte frische Luft, die er nach einem viel zu heißem Tag hinterlässt und den Geruch von nassem Asphalt. Aber ich bin noch jung und werde hoffentlich noch einige Sommer erleben, in denen ich diese Erfahrung machen kann :D 

Den ganzen Monat über habe ich nach Songs Ausschau gehalten, die zum Thema passen könnten und erst heute ist es mir dann gekommen: Seit fast einem Jahr gibt es das Musik & Du schon und noch kein einziges Mal war ein Song von meinem Schätzchen Clueso mit dabei! Dabei gibt es einen, der ganz wunderbar zu diesem Thema passen würde!


Freidrehen ist für mich ein perfekter Sommersong und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dazu im Regen zu tanzen - denn er verkörpert warme Nächte, die durchgemacht werden, Unbeschwertheit, Gedanken und Kopf abschalten und einfach freidrehen!

Wir schwimmen durch die Menge, einfach raus um
Aufzutanken, loszulassen, abzuheben, irgendwo zu landen

Wir wollen kleine Momente, die sich ungefragt einbringen
Leichter als leicht sein, nichts was uns einengt
Wir wollen etwas, was zu uns durchdringt
Songs hören, die wie unsre Träume klingen
Wir wollen, dass unsere schlechtesten Tage
So wie heute sind

Das Glas heben, Gas geben, maßlos übertreiben
Festplatte formatieren, Neustart, überschreiben

Mittwoch, 26. August 2015

The Martian - Help is only 140 million miles away



Der ein oder andere unter euch mag den Trailer zu "Der Marsianer" (engl.: The Martian) vermutlich schon gesehen haben und wieder mag ebenfalls der ein oder andere euch sich vielleicht gedacht haben "Och nö, nicht schon wieder ein Weltraum-Film".

Mich persönlich hat der Trailer allerdings neugierig gemacht und nachdem ich von Interstellar so geflasht war, freue ich mich wie Bolle darauf diesen im Kino anzusehen. Nachdem ich mir so ein paar YouTube Kommentare durchgelesen habe, habe ich auch noch herausgefunden, dass das ganze auch noch ursprünglich ein Buch sein soll und da war ja klar für mich: Muss ich lesen!


Da ich eigentlich nur noch auf englisch lese, habe ich es mir auf englisch gekauft, auch wenn ich in diesem Fall erst darüber nachdenken musste, da das Buch wahrscheinlich nicht gleich eine leichte Lektüre sein würde. Was dann auch so war. Zwischendurch habe ich es bereut, doch nicht zur deutschen Version gegriffen zu haben, wobei ich mir aber denke, dass ich diesen ganzen NASA Teil sowie die chemischen und technischen Aspekete auf deutsch genauso wenig verstanden hätte. Ich spiele allerdings mit dem Gedanken, mir es noch auf deutsch zuzulegen.

Doch selbst wenn ich nicht alles zu 100 % verstanden habe, war ich dennoch begeistert. Wattney war einfach ein genialer Charakter und ich liebe seinen Humor und seine lockere Art, seine Erlebnisse zu beschreiben. Nicht selten saß ich mit einem fetten Grinsen da. Besonders die letzten hundert Seiten waren so dermaßen nervenaufreibend und würde ich Fingernägel kauen, hätte ich vermutlich am Ende keine mehr gehabt. Auch die Art, wie der Autor zwischen vielen Perspektiven hin und her gewechselt hat wenn es spannend wurde - zu Wattney, zur NASA, zu Wattneys Team in der Apollo - war schon kinoreif.

Sollte ich jemals warum auch immer auf irgendeinen einsamen Planeten stranden, oder auch irgendeiner verlassenen Insel, dann bitte mit Mark Wattney - oder Andy Weir, dem Autor. Mit solchen Überlebenskünstlern muss man sich keine Sorge machen. Ich hätte gerne ein Stück von Weirs Gehirn, von so viel Intelligenz kann ich ja nur träumen :D

Ich bin also schon ganz gespannt, wie sie den Film umsetzen werden und bin bisher zumindest mit der Wahl des Matt Damons als Wattney sehr zufrieden. Was mich allerdings wieder etwas stört ist, dass sie im Film natürlich wieder mal Frau und Kind mit einbauen mussten, obwohl diese im Buch gar nicht existieren. Oh Hollywood, als wäre der Film nicht schon dramatisch genug.

Montag, 10. August 2015

Wo zum Kuckuck bin ich hier? - Moosenmättle Open Air 2015


Bei uns in einem quasi benachbarten Dorf gibt's jährlich ein kleines Festival: Das Moosenmättle Open Air. Bis man da hin kommt vergeht schon einmal ne Ewigkeit, da das ganze ganz weit oben im Wald statt findet und Bands spielen meist sehr kleine und unbekannte, aber es ist jedes Mal etwas schönes.

So machten wir uns am Samstag wieder auf dorthin. Zuerst genehmigten wir uns dort etwas zu essen und zu trinken und begutachteten unsere erste Band Kniffler's Mum vom Sitzen aus. Wo anfangs noch wenig los war, zogen die Jungs immer mehr Leute an und sorgten schon einmal für Stimmung. Außerdem lieferten sie viele Songs zum mitgröhlen, da man bereits nach dem ersten Refrain keine Probleme hatte, mitzusingen. Da wir uns die anderen Bands im Vorfeld ganz kurz angehört haben, hatten wir etwas Angst, dass der Rest die Stimmung nicht so toppen kann, aber weit gefehlt :D


Als nächstes folgten die französischen Jungs von The Kitchies. Ich mochte ihren Stil sehr, es waren einige tanzbare Songs dabei und vor allem die Stimme des Sängers kombiniert mit der des Drummers fand ich genial. Allerdings fehlte mir da noch das gewisse Etwas, der Funke wollte nicht vollends überspringen. Die Band ist allerdings wieder so eine, die live viel besser rüber kommt, als in den Youtube Videos. Also auf jeden Fall sehenswert!


Anschließend kam der Headliner The Brew. Zu dem Zeitpunkt sammelten sich schon einige Leute vor der Bühne an und man sah anhand der T-Shirts, dass viele wegen der Band gekommen sind. Als die drei Bandmitglieder dann die Bühne betraten war die Stimmung also schon einmal gut und eigentlich habe ich da gar nicht viel erwartet, aber was die Band dann lieferte war grandios. Ich habe keine Ahnung, wie lange sie gespielt haben, aber es waren sicherlich mehr wie zwei Stunden und man sah ihnen an, dass sie noch ewig hätten weiter spielen können. Sie hatten sichtlich Spaß an dem was sie taten und das hört man dann auch in ihrer Musik. Meine Augen sind fast aus dem Kopf gefallen bei den ganzen genialen Gitarren Solos, von denen ich nur träumen kann und dem wohl besten Schlagzeug Solo, das ich je gesehen habe und gefühlte zehn Minuten ging, der Typ wollte einfach nicht mehr aufhören! :D Zwischendurch hat er seine Drumsticks weggeworfen und mit seinen Händen weiter getrommelt. Unser Grinsen war nicht mehr weg zu kriegen! Oft dachte ich mir, wie schade es ist, dass mein Papa nicht dabei war, das wäre total seine Band gewesen :D




Nachdem die Band sich nach der hundertsten Zugabe verabschiedet hat mussten wir erstmal eine Pause einlegen und gönnten uns noch eine selbstgemachte Pizza, die übrigens grandios war. Anschließend machten wir uns auf einer Bank gemütlich und sahen uns von dort aus eher nebenbei noch die nächste Band Mandrake's Monster an. Wie gesagt, eher nebenbei, weshalb ich mir nicht wirklich ein Urteil über die Jungs aus Holland bilden konnte. Nachdem diese um halb drei fertig waren machten wir uns auch auf den Heimweg. Scheinbar sollte noch eine Band spielen, doch wir waren am Ende und froh, in's Bett zu kommen.

Das Moosenmättle ist jedes Jahr ein schönes Erlebnis und ich bin ganz froh, dass es wenigstens ein paar Veranstaltungen in dieser Richtung bei mir in der Gegend gibt :D

Freitag, 7. August 2015

Die Sache mit den Pendeln


Leeri hat vor einiger Zeit mal ein paar Posts zum Thema Pendeln veröffentlicht, bei denen ich während dem Lesen die ganze Zeit nur nickend da saß, da ich mich so gut damit identifizieren konnte. Aus gegebenen Anlass und weil sich diese Situationen irgendwie vermehrt haben, möchte ich gerne meinen Blog als Medium missbrauchen, um da auch mal meinen Frust abzubauen.

Seit etwas mehr als einem Jahr arbeite ich nun in Freiburg, wohne allerdings noch bei meinen Eltern und somit pendel ich täglich gute 1,5 Stunden zur Arbeit, davon fahre ich eine gute halbe Stunde mit dem Auto, ungefähr 40 Minuten mit dem Zug und der Rest geht für den Fußweg vom Bahnhof zur Arbeit drauf.

Wenn ich Leute treffe, die ich schon länger nicht mehr gesehen habe, wappne ich mich innerlich bereits auf die unausweichliche Frage.
"Was machst du denn jetzt eigentlich?"
"Ich arbeite in Freiburg."
"Oh, wow, und du wohnst auch da?"
"Nope."
"Aber in der Nähe?"
"Nope, immer noch zu Hause."
Und dann geht es los. Der bekannte entsetzte Blick, gefolgt von einem "Du pendelst JEDEN TAG nach Freiburg?", als ob es das unglaublichste wäre, das sie jemals gehört haben.

via freepik.com
Dabei macht es mir persönlich gar nichts aus. Das einzige, was mich im Grunde am Pendeln nervt, sind die Reaktionen der anderen darauf. Ich versuche mittlerweile diesem Gespräch so gut es geht aus dem Weg zu gehen, weil mich diese Diskussionen und die typischen "Das könnt ich nie!", "Warum ziehst du nicht einfach nach Freiburg?", "Eine WG wäre doch was für dich!", "Was du in der verschwendeten Zeit sonst so machen könntest!" mittlerweile etwas ankäsen. Zur letzten Aussage muss ich sagen: Dadurch, dass ich seeeehr früh mit dem Arbeiten anfange, damit ich um halb sechs wieder zu Hause sein kann, hätte ich die "für's Pendeln verschwendete Zeit" wohl für's Schlafen benutzt. Würde ich in Freiburg wohnen, würde ich wohl später anfangen und zur gleichen Zeit zu Hause sein, also who cares?

Ja klar, es wird irgendwann die Zeit kommen, wohl möglich sogar in naher Zukunft, in der ich aus dem elterlichen Nest ausziehe. Natürlich werde ich dann nicht hier in's Dorf ziehen, doch wahrscheinlich auch nicht direkt nach Freiburg (jetzt mal ganz abgesehen davon, dass die Mietpreise dort unterirdisch sind). Ehrlich gesagt habe ich sogar einen Ort im Kopf, welcher mir letztendlich auch nur eine gute halbe Stunde an Fahrtzeit ersparen wird und somit geht immer noch eine Stunde für den Arbeitsweg drauf, aber mein Gott, eine Stunde ist jetzt nun wirklich nicht die Welt. Als Leseratte gehen die 40 Minuten im Zug auch vorbei wie im Flug, sodass sie bei dem ein oder anderen Buch auch gerne mal länger dauern könnten. Man macht auch die ein oder andere Bekanntschaft mit Leuten, die man jeden Tag sieht und mit denen man dann auch hin und wieder ins Gespräch kommt. Es gibt also nicht nur negatives am Pendeln. Außerdem werde ich hin und wieder mit einem wunderbaren Sonnenaufgang belohnt, für den ich auch gerne mal kurz rechts ran fahre, aussteige, für zwei Minuten stehen bleibe und einfach nur die Ruhe der Natur um mich herum genieße. Schöner kann man einen Tag eigentlich nicht beginnen.

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Wie sieht's bei euch aus? Gibt es unter euch auch irgendjemanden, der etwas länger braucht um zur Arbeit/Schule/Uni zu kommen?