Leeri hat vor einiger Zeit mal ein paar Posts zum Thema Pendeln veröffentlicht, bei denen ich während dem Lesen die ganze Zeit nur nickend da saß, da ich mich so gut damit identifizieren konnte. Aus gegebenen Anlass und weil sich diese Situationen irgendwie vermehrt haben, möchte ich gerne meinen Blog als Medium missbrauchen, um da auch mal meinen Frust abzubauen.
Seit etwas mehr als einem Jahr arbeite ich nun in Freiburg, wohne allerdings noch bei meinen Eltern und somit pendel ich täglich gute 1,5 Stunden zur Arbeit, davon fahre ich eine gute halbe Stunde mit dem Auto, ungefähr 40 Minuten mit dem Zug und der Rest geht für den Fußweg vom Bahnhof zur Arbeit drauf.
Wenn ich Leute treffe, die ich schon länger nicht mehr gesehen habe, wappne ich mich innerlich bereits auf die unausweichliche Frage.
"Was machst du denn jetzt eigentlich?"
"Ich arbeite in Freiburg."
"Oh, wow, und du wohnst auch da?"
"Nope."
"Aber in der Nähe?"
"Nope, immer noch zu Hause."
Und dann geht es los. Der bekannte entsetzte Blick, gefolgt von einem "Du pendelst JEDEN TAG nach Freiburg?", als ob es das unglaublichste wäre, das sie jemals gehört haben.
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| via freepik.com |
Ja klar, es wird irgendwann die Zeit kommen, wohl möglich sogar in naher Zukunft, in der ich aus dem elterlichen Nest ausziehe. Natürlich werde ich dann nicht hier in's Dorf ziehen, doch wahrscheinlich auch nicht direkt nach Freiburg (jetzt mal ganz abgesehen davon, dass die Mietpreise dort unterirdisch sind). Ehrlich gesagt habe ich sogar einen Ort im Kopf, welcher mir letztendlich auch nur eine gute halbe Stunde an Fahrtzeit ersparen wird und somit geht immer noch eine Stunde für den Arbeitsweg drauf, aber mein Gott, eine Stunde ist jetzt nun wirklich nicht die Welt. Als Leseratte gehen die 40 Minuten im Zug auch vorbei wie im Flug, sodass sie bei dem ein oder anderen Buch auch gerne mal länger dauern könnten. Man macht auch die ein oder andere Bekanntschaft mit Leuten, die man jeden Tag sieht und mit denen man dann auch hin und wieder ins Gespräch kommt. Es gibt also nicht nur negatives am Pendeln. Außerdem werde ich hin und wieder mit einem wunderbaren Sonnenaufgang belohnt, für den ich auch gerne mal kurz rechts ran fahre, aussteige, für zwei Minuten stehen bleibe und einfach nur die Ruhe der Natur um mich herum genieße. Schöner kann man einen Tag eigentlich nicht beginnen.
Wie sieht's bei euch aus? Gibt es unter euch auch irgendjemanden, der etwas länger braucht um zur Arbeit/Schule/Uni zu kommen?




Ich brauche ca. 45 Minuten zur Arbeit und ich finde das ehrlich gesagt schon viel.
AntwortenLöschenFür mich käme es aber überhaupt nich in Frage näher zur Arbeit zu ziehen und so nimmt man das eben in Kauf.
Außerdem ist es eh das Beste mit der Sonne aufzustehen ;)
Sowohl aktuell in meiner Arbeit (bin nur Werkstudentin) als auch in der Uni gibt es massig Leute, die länger als ein-zwei Stunde nach München fahren. Ich glaube je größer die Stadt desto häufiger kommt es auch vor und wird nicht als "Sonderfall" gesehen.
AntwortenLöschenIch glaube es ist auch immer eine Frage des Lebenstils, ob Pendeln was für einen ist oder nicht. Wie du schon geschrieben hast, kann man während der Fahrzeit lesen bzw. wer sein Laptop dabei hat kann sicher auch noch was anderes machen. Außerdem kommst du nicht so spät heim. Mich würde es ziemlich nerven, wenn ich jeden Tag so spät von der Arbeit heimkomme dass ich keine Einkäufe mehr erledigen oder irgendwo wie z.B Geschäfte oder Bibliotheken noch vorbeischauen kann. Oder Arztbesuche für übliche Kontrollen wären schwierig.
Falls ich eines Tages eine Familie habe und etwas mehr Platz brauche, würde ich wahrscheinlich das Pendeln auch in Kauf nehmen (und die Autokosten bzw. Zweitauto).
Ich kann leider zu dem Post nichts weiter sagen, als: ich hasse pendeln :-D
AntwortenLöschenAber wohl eher immer das Warten auf die Öffis, weniger das damit fahren - obwohl, dass kann auch ätzend sein. Naja, ich glaueb zumindestens ich bin kein Pendeltyp.